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sportissimo
Bildrechte: EJ Bayern

Nach langer "Coronapause" fand im Juli erstmals wieder ein Sportevent in statt; das bekannte Sportissimo. Die Corona-Auflagen forderten eine "abgespeckte" Version. Aber immerhin ca. 150 Personen konnten teilnehmen. Das Gelände des TSV Roth bot den idealen Ort.

Es begann mit einem Sportgottesdienst zum Thema „Schaut hin“ (Mk 6,38). Dieser Gottesdienst wurde über einen Link auch live übertragen.

WM DAHUIM – Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 in Oberstdorf

Nach 1987 und 2005 war Oberstdorf wieder Gastgeber der Wettkämpfe in der Nordischen Kombination, im Skispringen und Langlauf. Wir haben uns zweieinhalb Jahre vorbereitet und Ideen entwickelt, die mit dem engen Korsett der FIS kompatibel waren: Ökumenischer Eröffnungsgottesdienst, Kirchen-Iglu im Park, Offene Kirche, Ausstellung, Zusammenarbeit mit SRS (Sportler ruft Sportler) und dem Christlichen Freizeitheim Krebs, das parallel zur WM eine Sportmentoring-Freizeit geplant hatte. Eine „WM dahuim“ ist schon was Besonderes. Sie war es tatsächlich. Ohne Publikum. Dafür mit stillem Papplikum und ein paar lebendigen volunteers auf den Tribünen. Die vielen Fans, die die Athlet*innen zu Höchstleistungen angefeuert und unseren Ort in ein buntes Sprachen- und Farbenmeer verwandelt hätten, haben uns gefehlt.

Es ist wohl die höchste Form der Gastfreundschaft, die die Oberstdorfer Bevölkerung aufgebracht hat. Denn Einzelhandel und Gastronomie gingen während des Lockdowns nahezu leer aus. Und wer wusste bei den Hoteliers schon, ob sie mit den Teams, der Presse und den Funktionär*innen wirklich Engel beherbergen (Hebräer 13, 2) oder ob nicht das Virus mit dem Sporttross Einzug in Oberstdorf hält. Die Skepsis im Vorfeld war ebenso groß wie die Erleichterung danach: nur neun Corona-Infektionen bei 23.000 Tests wurden nachgewiesen. Es ist das buchstäbliche Glück der Tüchtigen, die ein einwandfreies Hygiene- und Sicherheitskonzept auf die Beine gestellt haben.

Als evangelische Kirche haben wir uns bewusst aus der Sportblase herausgehalten. Der Gewinn stand für uns nicht im Verhältnis zum Aufwand. Ein ökumenisches Angebot kam nicht zustande. Dennoch konnten wir geistliche Akzente setzen. Inspiriert von den olympischen Heften „Mittendrin“ haben wir die Broschüre „Aufwind“ mit Gebeten und kurzen Texten herausgegeben. Die deutsche Ausgabe haben wir in der Christuskirche sowie in den Mannschaftshotels der deutschsprachigen Teams zusammen mit der Sportlerbibel „MORE“ von SRS verteilt. Beides wurde von den Hoteliers meist freudig aufgenommen. Zusammen mit der englischen Version „Updraught“ stand das Heft allen Akkreditierten und volunteers digital zur Verfügung. Ergänzend dazu wurde „Aufwind“ auf der Homepage der Kirchengemeinde www.oberstdorf-evangelisch.de und facebook verbreitet. Inspiriert durch eine Andacht von Eugen Eckert widmete sich der Sonntagsgottesdienst zur WM dem Thema „Von der Schönheit des (Sports)Geistes“.

Auch wenn das offizielle kirchliche Programm für die „WM dahuim“ am Ende eher dünn ausgefallen ist. Geistliche Wege zu den Sportler*innen sind trotzdem gegangen worden. Der österreichische evangelische Pfarrer Jörg Walcher (siehe auch www.beyond-gold.org) war akkreditierter Betreuer eines für Bolivien startenden finnischen Langläufers und durch seinen Status Kontakt zur österreichischen und italienischen Mannschaft. Sein Angebot zu Gebet und Seelsorge wurde bei diesen Teams dankend angenommen.

Was bleibt von der „WM dahuim“. Ein großes Durchatmen, dass alles gut gegangen ist. Ein Lob dem lieben Gott, der die Gesundheit bewahrt hat in diesen Tagen. Ein Lob den Organisator*innen für weltmeisterliche Anlagen und Loipen bei frühlingshaften Temperaturen. Freude am Oberstdorfer Goldjungen Karl Geiger. Und fabelhafte Bilder aus dem Oberallgäu, die sich durch alte und neue Besucher*innen im südlichsten Ort Deutschlands künftig auch wirtschaftlich auszahlen werden – wenn wir wieder alle so dürfen, wie wir wollen.

Roland Sievers, Pfarrer in Oberstdorf

Bergexerzitien von Hütte zu Hütte - neue Tour!

Unterwegs - zu mir, zu Gott, zum Leben

Das Gebirge ist ein wundersamer Ort und eignet sich in besonderer Weise, sich mit existentiellen und spirituellen Fragen auseinanderzusetzen. Das Gehen und Steigen wird bereits als integraler Teil der Exerzitien erfahrbar.

Das Gebirge ist ein wundersamer Ort und eine Spur, der Frage nach Gott zu folgen.
Es kann uns an Fragen erinnern, die uns jetzt oder schon lange begleiten. Und es kann uns einweisen in Erfahrungen der Stille, Einsamkeit, Weite und Tiefe, Erfahrungen, die jeden ernsthaften spirituellen Weg begleiten.

Weitere Information und Anmeldung unter ejb-sport.

Unsere Fortbildung ( 03.10. bis 05.10.2021) will auf dem Hintergrund der Erlebnispädagogik Sport und Spiel (vor allem kooperative Abenteuerspiele) für die konfessionelle Jugendarbeit nutzbar machen, um die spirituelle Sprachlosigkeit Jugendlicher zu überwinden.

Es lassen sich Wege aufzeigen, wie sich im Gespräch über das im Spiel Erlebte die Frage nach dem Wirken des Geistes Gottes wie von selbst stellt.
 

sportissimo
Bildrechte: EJ Bayern

Beim sportissimo Videoclipwettbewerb gibt es 5*300€ zu gewinnen. Unter dem Motto "Gemeinsam gehts Besser" sucht man Videos, welche positive Eigenschaften des Sports aufzeigen und zum Nachmachen animieren. Einsendeschluss ist der 7. Juni 2021.

Weitere Informationen gibts hier

Symbolbild: Die Bibel sportlich nehmen
Bildrechte: Bild von Pexels auf Pixabay

Bibel und Yoga ist neues Konzept, bei dem Geschichten von Personen in der Bibel mit Yoga-Übungen verbunden werden. Es findet am 29.06-30.06 in Stein statt. Weitere Information gibt es bei Reinhold Schweiger (ejb sport) oder unter Die Bibel sportlich nehmen .

Michael Kemner ist ehrenamtlicher Beauftragter für Kirche und Sport in der ELKB. Zuvor engagierte er sich viele Jahre bei ej-sport, auch als Vorsitzender.

Jugendliche am "Menschenkicker"
Bildrechte: zett (Zeitung evang. Jugendarbeit in Bayern)

Wo siehst du Kirche und Sport in den nächsten drei Jahren?

Zunächst glaube ich, dass aktuell „Kirche und Sport“ überwiegend Insidern etwas sagt. In der Öffentlichkeit ist der Arbeitsbereich eher weniger bekannt. Andererseits erreichen wir, insbesondere die Evangelische Jugend in Bayern, durch die inklusiven Sportveranstaltungen viele junge Menschen. Auch die Angebote wie „Besinnung und Bewegung“ und die Bergexerzitien sind gut nachgefragt. Es lohnt sich also, dass wir uns einbringen und einmischen. Und das machen wir durch konkrete Angebote, durch die Un- terstützung von Gemeinden bei Sport-Veranstaltungen und durch oft ökumenisch verantwortete Gremienarbeit in Sportverbänden und Sportvereinen. Unser Ziel ist es, „Kirche und Sport“ bekannter und erlebbarer zu machen und da zu sein, wenn Sportereignisse Glaubensgeschichten berühren.
Welche Schritte sind dazu notwendig?

Aktuell arbeiten wir daran, unser Profil zu schärfen. Das bedeutet die Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören auch strategische Überlegungen, wie die regionalen Kirchenkreisbeauftragten in ihrer Arbeit gestärkt werden können. Wir möchten für alle, für die Bewegung und Sport wichtig und prägend ist, durch noch mehr gute Angebote ansprechbar sein und auch vermitteln, wenn zum Beispiel der Konfirmandenunterricht mal mit einem Sportturnier kollidieren sollte.

Welche Schwerpunkte stehen an?

In den kommenden drei Jahren stehen große Sportevents und Jubiläen an, das Wichtigste 2022. Der Arbeitsbereich Kirche und Sport wird 50 Jahre alt. Begründet wurde er in Bayern mit den olym- pischen Spielen 1972. Zur Erinnerung an die olympischen Spiele finden 2022 in München die European Championships statt. Mehr als 4000 Athletinnen und Athleten werden im Olympiapark erwar- tet. Auch wir vom Arbeitskreis möchten dieses Jubiläum mitgestalten. Ein Jahr später, 2023, findet der Evangelische Kirchentag in Nürnberg statt. Auch dafür haben die Vorbereitungen bereits begonnen. Kirche und Sport ist dabei!

Wir danken zett (Zeitung evangelische Jugendarbeit in Bayern, Veröffentlichung vom Okt. 2020) für die Abdruckgenehmigung.